20.9.2017 DerBloedeDritteMittwoch#68, 20h30 @ rhiz + Kubus EXPORT

Gaudenz Badrutt (CH) [konzert] #abstract #electronics #concert #impro
Julia Zastava (A/RU): “there is someone sitting on me too” [performance/video] #posthuman #sunrise #performance #something
Maja Osojnik (A): “let them grow” [konzert] #concrete #electronics #concert #composed


photo by Nicolas Wiese

Gaudenz Badrutt, Elektronikmusiker, Biel (CH)

Gaudenz Badrutt (*1972) betätigt sich seit bald 20 Jahren als Elektronikmusiker im Bereich der improvisierten, experimentellen Musik. Ursprünglich Pianist im Bereich der zeitgenössischen Klassik. Klavierstudium an der Hochschule für Musik&Theater Bern/Biel; Lehrdiplom bei Gertrud Schneider, Konzertdiplom mit Auszeichnung bei Pierre Sublet. Privater Klavierunterricht bei Claude Helffer in Paris. Konzerttätigkeit als Pianist bis ca. 2005, insbesondere mit Werken des 20. Jahrhunderts. 


Heute steht die Tätigkeit als improvisierender Elektronikmusiker mit Computer (v.a. Livesampling) und anderen elektronischen Geräten im Vordergrund. Im Zentrum seiner Arbeit stehen das Duo Social Insects mit Hans Koch (Bassklarinette, Klarinette, Sopransaxophon), das Duo mit Jonas Kocher (Akkordeon) sowie das seit 2000 als working Band tätige Duo strøm mit Christian Müller (Elektronik). In den letzten Jahren vermehrt Solo-Konzerte.

Tonträger neueren Datums:
2016 ‚X’, Strøm - Gaudenz Badrutt – Christian Müller (Mikroton CD 48) 2016 ‚Quiet Novosibirsk’, Jonas Kocher – Gaudenz Badrutt & Lucas Dubuis (Book & Video, Edition Haus am Gern / Bruit Asso)2015 ‚Social insects II’, Gaudenz Badrutt – Hans Koch (Confront recordings CD CCS55) 2015 ‚Rotonda’, Gaudenz Badrutt – Ilia Belorukov – Jonas Kocher (Intonema CD Int016)

Unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Stadt Biel/Bienne.

Julia Zastava –THERE IS SOMEONE SITTING ON ME TOO

#posthuman
#incantation   #incantation   #incantation
#dwelling   #thinking
#hiding
#in
#in between / kind of / wrong door
#get the point to the next door
#borrow from future — shelter of incognizance in a space of constant transformations
#little yes little no
#exfoliation of confusion
#x
#that is x
#lonely mess and another day
#specific time in the middle of the day
#in a family of things
#sunset/sunrise
#soma
***
#low chandelier when the moon is on the right side
#It’s a bird time  –
yeah… Birds are small people ( _ *)            (   •_•)>
>>>

◉_  ◉ >>>
#the beginning of repetition
#when … meets …
#god is disappointed
#failure of an attempt to enter into existence
#something not important in a small hat
#something
#standing in the dark on all fours
#sometimes
#sometimes i am angry at flowers and i shout at them as if i am a flower myself
#we shall meet in a place where there is no darkness
#something
#(must happen) happens
# 🌈, make me lemonade and let me ride you.

#i am the voice

#three times X is knocking on the ground  – nobody answers
#electric flowers
◕‿◕

www.juliazastava.com
Special thanks: VALIE EXPORT, Magistratsabteilung 57 – Frauenabteilung der Stadt Wien, Sabine Marte, Arbeitsplatz Wien, brut Wien.


photo by Rania Moslam

Maja Osojnik - LET THEM GROW
Ein anthroposophischer Seelenstriptease zwischen dystopischem Chanson, primordialem Mantra und Musique Concrete.

vocals, live sampling, dj-cd player and other lo-fi electronics

LET THEM GROW ist das Produkt eines Rückzugs, einer Innenschau und Neuaufstellung. Maja fragt in diesem sehr persönlichen Album nach dem Selbst und den seltsamen Phänomenen zeitgenössischer Zwischenmenschlichkeit, klingt dabei lustvoll, verstört, komplex, sphärisch, schneidend und feminin. Jeder Sound ist eigens generiert und zu einem Unikat verfremdet. Es ist eine Bibliothek kaputter Klangabfälle, Resultate digitaler Ausrutscher und fehlerhafter Prozessierung, ungewollt verzerrt, übersteuert oder phasenverschoben. Im Äther von LET THEM GROW durchlaufen sie eine Neo-Genese, erhalten Kontext, werden zur Substanz ihrer Songs. Umgeben von elektrischen Schiebedächern, Möwen oder Flugzeugturbinen führt Maja Osojnik in Einsamkeit ein Streitgespräch. Im Limbus zwischen analoger und digitaler Kunst, virtuellen und realen Räumen spinnt sie mit ihrer Stimme, der Paetzold-Bassblockflöte, zahlreichen abstrusen Klangobjekten, Radios oder Field-Recordings ein dramatisches Klangkunstwerk, dunkel und weich.

Julia Zastava